Saison-Abschlussparty der IceFighters steigt am Sonnabend

Es hat nicht sollen sein: Eine Winzigkeit fehlte EXA IceFighters Leipzig, um im Playoff-Achtelfinale ein weiteres Heimspiel zu erzwingen. Das 1:2 am Dienstagabend nach den 60 umkämpften Minuten in Essen bedeutet das abrupte Saisonende für den Eishockey-Oberligisten. Noch ist nicht ganz Schluss: Spieler, Betreuer und Fans werden bereits am Sonnabend ab 19 Uhr in der Overtime Halle neben der KW-Rent Eisarena in Taucha die abschließende Party feiern. Dort kommen neben zwei Fässern Freibier und einheizende Beats die Heimspieltrikots der nun zurückliegenden Saison unter den Nagel.

Die Preise dafür dürften in die Höhe schnellen, denn die Begeisterung über Teamspirit, Einsatz und Leidenschaft bleibt bei den Anhängern trotz des frühen Playoff-Aus ungebrochen. Zu gern hätten die EXA IceFighters am Freitag noch einmal ein Heimspiel gehabt. Dafür kämpfte die Gerike-Truppe leidenschaftlich.

Viel Lob hatte daher der letztjährige Playoff-Held Sebastian Staudt – jetzt in Diensten der Westfalen – für seine ehemalige Mannschaft übrig. „Dass die Serie ohne Niederlage an uns gegangen ist, war auch etwas Glück. Man könnte auch sagen: Der Hockey-Gott war bei zwei Spielen auf unserer Seite. Es war viel schwerer, als es am Ende aussieht“, meinte der natürlich stolze Viertelfinalist.

Wieder einmal verpassten es die Leipziger, sich für eine couragierte Leistung zu belohnen. Das ist und bleibt am Ende fast das einzige Manko der Sachsen, die mit dem direkten Playoff-Einzug die Erwartungen erfüllten. Die Mannschaft feierte ein wenig auf der Heimfahrt, die Enttäuschung über das schnelle Aus verfliegt gewiss bis spätestens zur Party am Sonnabend. Zur Wahrheit gehört auch, dass alle sieben Saisonspiele gegen Essen verloren gingen, vier davon jedoch denkbar knapp.

Die Icefighters sind näher rangerückt an die Spitzenclubs. Ein paar Stellschrauben sind zu drehen, um noch gefährlicher zu werden. Dazu gehört ein Umzug in den Kohlrabizirkus, was das Thema der nächsten Wochen sein dürfte. Dazu die Kaderplanung, wo der grobe Rahmen freilich steht. Ein Großteil des Teams soll gehalten werden, der Kader um zwei, drei Spieler ergänzt werden. Erfüllen sich alle Ziele, dürfte die kommende Saison einen weiteren Schub für das Eishockey in Leipzig geben.