MIT EINEM PUNKT ZURÜCK AUS HANNOVER

Gestern Abend startete die neue Oberliga-Saison. Unsere EXA IceFighters mussten zum Saisonauftakt nach Hannover zu den Indians. Die hatten nach einer bis zu den Playoffs nicht so berauschenden letzten Saison ordentlich aufgerüstet im Sommer. Der Pferdeturm soll wieder zu einer Festung und die Indians zu einer der Topmannschaften der Oberliga Nord werden. Dementsprechend zurückhaltend waren die Erwartungen der mitgereisten Fans vor dem Spiel. Vielleicht erinnerten sie sich auch an das Auftaktmatch vor genau einem Jahr – auch hier – gleiche Gegner – Endstand 4:0 für die Indians. So etwas sollte heute nicht passieren.

Unser Team spielte ohne die bekannten Ausfälle von Miethke, Paavilainen und Arnsperger von Beginn an gut mit. Die ersten Minuten gehörten zwar den Hausherren, aber sie konnten dabei keinen richtigen Vorteil aus dem Scheibenbesitz ziehen. Mitte des ersten Drittels brannte es dann plötzlich auf beiden Seiten. Erst Alleingang für die Indians, dann ein 2 auf 0 für unsere Mannschaft. Beide Male blieben die Torhüter die Sieger. Und dann fielen endlich Tore. In der 16.Minute war es Ian Farrell vorbehalten, den ersten Saisontreffer seines Teams zu markieren. In der 19.Minute trugen sich dann die Indianer zum ersten Mal in die Torschützenliste ein. Aber vom Bully weg dauerte es gerade mal 8 Sekunden, bis Michal Velecky trocken die erneute Führung markierte. So ging es dann auch in die Pause.

Im zweiten Drittel dauerte es bis zur 28. Minute, bis Dominik Patocka sein erstes Tor im Dress der IceFighters erzielen konnte. Wer nun dachte, die Messe wäre gelesen, sah sich getäuscht. Plötzlich drehten die Indians auf und unserem Team wurden anscheinend die Beine schwer. Minutenlang konnten sich die Hausherren im Offensivdrittel behaupten. Sie waren immer einen Schritt schneller. So fiel folgerichtig der Anschluss. Und der nächste Wechsel sah genauso aus. Aus diesem Grund nahm Coach Sven Gerike dann eine Auszeit: „Wir waren defensiv zu weit weg und sind zu wenig gelaufen. Das wollten wir anders spielen und daran habe ich erinnert.“ Das half auch erst einmal. Aber dann kam ein ganz blöder Gegentreffer. Der sonst starke „Keke“ Roßberg fing einen Weitschuss und ließ ihn dann doch aus der Fanghand ins Tor rollen. Das war natürlich Glück für die Hausherren, aber der 3 – 3 Pausenstand war verdient.

Das letzte Drittel begann wieder besser für unser Team. Hannes Albrecht klaute beim Forecheck die Scheibe und ließ dem Indianskeeper keine Abwehrchance. Somit gingen wir in der 43. Minute erneut in Führung. Diese hielt bis zu 53. Minute. Dann allerdings gelang den immer weiter tapfer kämpfenden der wiederholte Ausgleich. Natürlich kamen die Indianer jetzt nochmal mit Schwung. Aber unser Team konnte den einen Punkt bis zum Ende halten. Mit 4 – 4 ging es in die Verlängerung. Und hier hatten erst Damian Schneider und dann Hannes Albrecht den Sieg auf dem Schläger. Aber sie trafen leider beide nicht. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Und hier waren am Ende die Indians besser. Sie holten sich letztendlich auch verdient den Extrapunkt. Unsere Eiskämpfer können trotzdem stolz sein auf diesen Fight und den Punkt, den sie nach Leipzig mitbrachten.