ELFTER HEIMSIEG IN SERIE

Diese Exa IceFighters Leipzig sind nicht zu stoppen! Gestern Abend kamen die Moskitos Essen mit der Empfehlung von fünf Siegen in Serie in die Tauchauer Kw-Rent Eisarena. Ein Gegner also, der auf dem Weg ist, das Feld von hinten aufzurollen. Beim Tabellenzweiten Leipzig war vorläufig Schluss. Die Sachsen bezwangen in einer hochdramatischen Begegnung die Gäste aus dem Ruhrpott vor 1300 Zuschauern mit 3:2 (1:1,2:1,0:0).

Der Weg zum neuerlichen 6-Punkte-Wochenende war ein Tanz auf der Rasierklinge. Essen kam gut aus der Kabine – bis sie die erste Strafzeit zogen. Die IceFighters ließen einen Unterzahlkonter zu, der fatale Folgen hattte – für die Moskitos. Denn durch einen Puckverlust fuhren die Leipziger einen starken Gegenstoß, zwei schnelle Pässe von Velecky und Paavilainen, den Ex-IceFighter Sebastian Staudt ausgespielt, und Patocka schob zum 1:0 ein (4.). Leipzig obenauf – doch das Momentum kippte im weiteren Verlauf des Auftaktsdrittel. Nun setzten sich die Gastgeber oft auf die Strafbank, was Coach Sven Gerike ärgerte: „Wir waren zu übermotiviert und haben uns dadurch in die Bredouille gebracht.“ Einer dieser Überzahlmöglichkeiten bescherte den 1:1-Ausgleichstreffer (13.). Kyle DeCoste traf bei zwei Mann mehr auf dem Eis.

Im zweiten Abschnitt begannen die IceFighters druckvoll, ließen aber die Effektivität schleifen. So verzog Stephan Tramm am leeren Tor vorbei. Das Publikum haderte mehr und mehr mit dem Schiedsrichter. Erneut doppelte Unterzahl Leipzigs – erneut netzte Kyle DeCoste ein (32.). Doch der Tabellenzweite steckte nicht auf, sondern schlug eiskalt und sogar zweifach zurück. Michal Velecky und Florian Eichelkraut düpierten Staudt. Es sollte schon der Schlusspunkt einer intensiven Partie sein. In den letzten 20 Minuten verpassten es die IceFighters, den Deckel drauf zu machen und wurden fast noch bestraft.

„Im letzten Drittel hätten wir ein oder zwei Konterchancen nutzen können, um nicht bis zur Schlusssekunde zittern zu müssen“, sagte Gerike. Der gefürchtete Gästecoach Frank Gentges fand lobende Worte: „Es war ein sehr gutes Eishockey-Spiel, für Oberliga-Verhältnisse richtig intensiv. Leipzig steht zurecht dort oben, Hut ab vor dieser Arbeit hier.“ Das Lob und die sechs Punkte nehmen fröhliche Sachsen gerne mit.