NÄCHSTE SCHLAPPE IM ANTI-LAUF

Im Derby in Halle waren die Gastgeber gestern eine Nummer zu groß für unser Team. Mit 1 – 4 verloren unsere EXA IceFighters und holten sich damit die 6. Niederlage in Folge ab. Dabei war der Start richtig gut gelungen. Bereits in der 2. Spielminute lief die Scheibe im Aufbau über Damian Martin und Hannes Albrecht gut. Hannes sah Jakob Weber, der das Laufduell zum langen Pfosten gewann und es stand 1 – 0. Das müsste doch dem verunsicherten Team von Coach Sven Gerike Auftrieb geben. Tat es aber nur bedingt. Ein Powerplay ab der 5. Minute und ein weiteres ab der 8. Minute ließen die „Special Teams“ ungenutzt und prompt kam der Rückschlag. Im ersten eigenen Powerplay zeigten die Gastgeber, wie einfach das gehen kann. Pass zur Blauen. Schuss. Nachschuss. Tor. Das Ganze in der 13. Minute. Danach war die Verunsicherung wieder deutlich zu spüren, obwohl man auch das Gefühl hatte, dass sich das Team dagegen erfolgreich zur Wehr setzen könnte. Zum Ende des Drittels setzte es noch eine 2 Minuten Strafe. Aber es ging mit 1 – 1 in die Kabine.

Das zweite Drittel begann wieder mit einem schnellen Tor. Die Hallenser nutzten ihr Powerplay in der 22. Minute zur Führung. Danach erspielten und erkämpften sich erst einmal die EXA IceFighters Möglichkeiten. Aber sowohl Damian Schneider als auch Ian Farrell scheiterten bei ihren Großchancen. Im Gegenzug hatten auch die Hausherren ihre Chancen, so dass sich ein durchaus munteres Spiel entwickelte. Die entscheidenden Szenen kamen dann zum Ende des zweiten Abschnitts. Unser Team schaffte es auch in einer fünfminütigen Überzahlgelegenheit nicht, die Scheibe gefährlich genug aufs Tor zu bringen. Der Puckbesitz und die Chancen dafür waren zwar da, aber entweder wollte keiner die Verantwortung übernehmen, ein Gegner stand im Weg oder beim Schussversuch rutschte der Puck weg. Man konnte den steigenden Frust durchaus erkennen. Und das wurde bestraft. 12 Sekunden vor dem Ende des Drittels langte Halle nochmal zu. Die Art, wie das Tor zustande kam, sprach Bände. Die IceFighters einfach zu harmlos im Zweikampf. So ging es mit 1 – 3 in die Kabine.

Das Schlussdrittel spielten die Hausherren dann clever runter. Hier spielte die Mannschaft mit dem zuletzt größten Lauf gegen die Mannschaften mit dem Anti-Lauf. Bei guten Chancen wurde statt zu schießen lieber nochmal abgespielt. Pässe wurden gesucht, wo keine waren. Schüsse kamen nicht oder überhastet. In der 50. Minute dann noch ein kleines Geschenk zum 1 – 4 und das Spiel war endgültig entschieden. Unsere Jungs versuchten es weiterhin. Aber sie fanden die Lücken nicht, oder übernahmen die Verantwortung nicht. Einer tat das im Anschluss ans Spiel: „Mein Job ist es, diese Situation zu lösen. Ich werde mit dem Team einen Weg aus der derzeitigen Situation heraus finden. Die Jungs haben nichts verlernt. Es ist alles nach wie vor da. Und auch wenn die Stimmung gerade kippt – ich bin stolz auf meine Mannschaft und alles was sie bisher erreicht hat“, trat Gerike vor sein Team.

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