UNNÖTIGE NIEDERLAGE

Gestern Abend spielten unsere EXA IceFighters in der kW-RENT EISARENA gegen die Hannover Indians. Zwei Tage nach dem Sieg in Duisburg hofften alle Fans und die Verantwortlichen auf den nächsten Sieg und den Aufbau des noch immer angeknackten Selbstvertrauens des Teams. Bis auf Marvin Miethke waren alle Mann an Bord. Also konnte Coach Sven Gerike die gleiche Aufstellung bringen wie Freitag. Im Tor stand diesmal wieder Keke Roßberg.

Von Beginn an wollten unsere EXA IceFighters den Gästen zeigen, wer Herr im Hause ist. Das klappte zunächst perfekt. Michal Velecky eroberte in der 2. Minute im Forecheck die Scheibe und Niklas Hildebrand traf zum 1 – 0 in den Knick. Kurz danach die erste Chance in Überzahl, aber da war außer einem Hofverberg Hammer und einer Nachschusschance von Damian Schneider wenig Gefahr zu spüren. Dann wurde es ruppiger. Beide Mannschaften versuchten, geradlinig und körperbetont zu spielen. Und beide Mannschaften fanden sich abwechselnd auf der Strafbank wieder. Zwischendurch wurde auch Eishockey gespielt. In der 10. Minute war es Michal Velecky, der die größte Chance hatte. Er scheiterte aber am Indians-Keeper Albrecht. Trotzdem hatte man das Gefühl, dass unser Team das Spiel besser im Griff hatte. In der 12. Minute umkurvte Hannes Albrecht die gesamte Indiansverteidigung, aber er kam nicht zum Abschluss. Kurz darauf musste der Bruder unseres Verteidigers Stephan Tramm nach einem Foul gegen Damian Schneider frühzeitig unter die Dusche. Die Chance also, in der 5-minütigen Überzahl den nächsten Treffer zu erzielen. Doch das gelang nicht. Die Aktionen waren zu ungenau und zu hektisch und das Penaltykilling der Indians sehr effektiv. Kurz vor Ende des Drittels dann die unglücklichste Szene des Spiels. Der Puck traf einen Linesman direkt auf dem Ohr und die Partie war für ihn beendet. Die Pause wurde vorgezogen und erst nach knapp einer Stunde mit einem Ersatz – Linienrichter fortgesetzt.

Der zweite Abschnitt begann dann mit einer Unterzahl für unser Team. Aber die EXA IceFighters machten das gut und ließen ihrerseits kaum etwas zu. Dann häuften sich die Chancen auf unserer Seite wieder. Hubert Berger im Nachsetzen, nach feiner Vorarbeit von Dimitri Komnik, oder Florian Eichelkraut im Powerplay hätten das zweite Tor erzielen können. Aber der Sieger blieb immer der Indians-Torhüter. Zwischen der 32. und der 37. Minute hagelte es wieder Strafen auf beiden Seiten. In einer daraus resultierenden Überzahlmöglichkeit trafen die Indians bei 4 gegen 3 in der 37. Minute zum 1 – 1 Ausgleich. Gleich darauf hatte Antti Paavilainen die Riesenchance zur erneuten Führung. Aber ihm versagten die Nerven. So ging es mit dem 1 – 1 in die zweite Pause.

Zurück am Eis ging es wieder hauptsächlich vorwärts für unser Team. Nein – einen Vorwurf wegen mangelnden Willens oder Bereitschaft konnte man den Jungs nicht machen. Nur zusehends verkrampfter wurden sie in den Offensivbemühungen. Und zur Krönung des Abends bekamen sie auch noch den 1 – 2 Gegentreffer in eigener Überzahl. Aus dem Offensivanspiel heraus liefen die Indianer einen Konter und ließen Keke Roßberg keine Chance. Danach war die Verunsicherung der letzten Wochen wieder spürbar. Pässe kamen nicht, Laufwege passten nicht und Entscheidungen ebenfalls nicht. Trotz erneuter Überzahlchancen – am Ende sogar mit 6 gegen 4 – kam nichts Zählbares mehr heraus. Im Gegenteil. 5 Sekunden vor dem Ende trafen die Gäste noch ins leere Tor zum 1 – 3 Endstand. „Das war sehr unnötig. Bei 5 – 5 kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das war ein weiterer Schritt vorwärts. Du musst halt auch mal deine Chancen nutzen. Aber im Powerplay waren wir einfach zu harmlos. Das hat die Begegnung entschieden“, sagte unser Coach nach dem Spiel.