DIE NÄCHSTE KNAPPE NIEDERLAGE

Am gestrigen Abend spielten unsere EXA IceFighters in Halle. Und am Ende verloren sie mit 2 – 4. Nein, die Fans, das Umfeld und die Mannschaft sind derzeit nicht zu beneiden. In einem von beiden Seiten insgesamt fair geführten Derby setzte es wieder eine Niederlage, die nach Chancen und Spielanteilen bewertet unnötig war. Aber in der Offensive wurden teils klare Chancen zu leichtfertig vergeben und in der Defensive wird man für beinahe jeden Fehler gnadenlos bestraft.

Das Spiel fing gut an. Unsere EXA IceFighters agierten druckvoll und hatten die ersten Möglichkeiten. Patrick Fischer zum Beispiel traf gleich in der zweiten Minute leider nur den Innenpfosten und die Scheibe sprang auf der anderen Seite raus. So ging es auch weiter, bis in der 6. Minute Stephan Tramm auf die Strafbank musste. Und die Hausherren nutzten das eiskalt. In der 7. Minute stand es 0 – 1 aus unserer Sicht. Aber die Antwort der IceFighters war gut. Sie setzten sich immer wieder im gegnerischen Drittel fest. Aber das Tor wollte nicht fallen. Bis in der 17. Minute Hannes Albrecht zum verdienten Ausgleich traf. Kurz vor Ende des Drittels waren die IceFighters zu sorglos und konnten den Alleingang nur mit einem Foul stoppen. Den fälligen Penalty hielt Keke Roßberg und somit ging es mit dem Unentschieden in die Pause.

Danach war es wieder unser Team, das optisch überlegen war. Als in der 28. Minute die erste Powerplaychance kam, sollte es doch endlich klappen mit der Führung. Aber gute Chancen durch Florian Eichelkraut, Esa Hofverberg und Antti Paavilainen fanden nicht den Weg ins Tor. Im Gegenteil. Gerade wieder komplett, liefen die Hausherren einen Konter. Und der saß. Die Saale Bulls schossen in der 30. Minute das Führungstor. Danach kippte das Spiel ein wenig zugunsten der Hallenser. Aber Hannes Albrecht hätte bei seinem Alleingang trotzdem den Ausgleich herstellen können. Ihm versagten die Nerven. So ging es mit dem knappen Rückstand wieder in die Pause.

Das letzte Drittel lief gerade einmal 5 Minuten, als Leo Zink hinter dem eigenen Tor mit Puck den Halt verlor. Und prompt trafen die Saale Bulls zum 3 – 1. Das war bitter, denn nichts deutete darauf hin, dass ein weiteres Gegentor fallen würde. Im Gegenteil. Unsere EXA IceFighters agierten weiter druckvoller und hatten auch weiter Chancen. Derzeit ist allerdings beim Abschluss der Wurm drin und so blieb es bis 4 Minuten vor dem Ende bei dem Zwei – Tore – Rückstand. Coach Sven Gerike versuchte nochmal alles auf eine Karte zu setzen. Er nahm Keke Roßberg zugunsten des 6. Spielers vom Eis. Und die spielten das gut. Aber das Tor fiel auf der anderen Seite. Ein Befreiungsschlag trudelte in der 58. Minute ins leere Gehäuse. Doch gerade einmal 15 Sekunden später gelang endlich der zweite Treffer. Damian Martin war der Torschütze. Nochmals versuchten die IceFighters alles, aber es sollte nicht sein. Halle brachte die Führung über die Zeit. „Ich weiß, wie bitter das für alle ist. Und es wäre einfacher, wenn die Leistung und der Einsatz nicht stimmen würden. Aber da will ich meinem Team keinen Vorwurf machen. Wir werden derzeit einfach für jeden kleinen Fehler bestraft. Beim dritten Gegentor ist es einfach Pech, dass wir im Puckbesitz wegrutschen. Aber offensiv muss mehr kommen. Es reicht nicht, die Chancen herauszuspielen. Da muss der Puck halt auch mal mit Torwart ins Tor, wenn es nötig ist. Wir brauchen einfach zu viele Chancen“, war Gerike nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. „Es reicht nicht zu kämpfen und mehr Spielanteile zu haben. Du musst die Dinger machen. Dann hört auch diese krasse Serie auf“, fügte er hinzu.

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