KRIMI IN SPIEL 1

Endlich war es soweit. Die Playoffs der Saison 2017/2018 starteten gestern Abend. Zu Gast in der kW-RENT EISARENA waren die Bulls des ERC Sonthofen. Bekannt als unangenehmer Gegner und starke Playoff-Mannschaft, wurden die Gäste ihrem Ruf gerecht und zwangen unseren EXA IceFighters gleich im ersten Spiel alles ab. Am Ende konnten unsere Eiskämpfer mit 4 – 3 in der Verlängerung gewinnen und das wichtige erste Spiel der Serie für sich entscheiden. Mit von der Partie und das zum ersten Mal in dieser Saison, war Marvin Miethke, der erst gestern das OK für den Einsatzversuch bekommen hatte.

Nervosität war schon zu spüren bei unserem Team. Gleich in der 2. Spielminute bekamen die Gäste eine Strafe. Und sofort gab es die erste Riesenchance – für die Gegner. Kyle Just tauchte völlig alleine vor „Keke“ Roßberg auf. Aber er traf das Tor nicht. Trotzdem kamen unsere Jungs besser ins Spiel und hatten die ersten Möglichkeiten. In der 9. Minute düpierte Michal Velecky den Gästekeeper aus extrem spitzem Winkel zum vielumjubelten 1 – 0. Und es wurde besser. 23 Sekunden später zog Erek Virch von der blauen Linie ab und traf zum 2 – 0. Die Stimmung war jetzt überragend. Das änderte sich in der 12. Minute. Erek Virch kam bei einem Check zu spät und erwischte den Gegner mit dem Knie. Glück für ihn, dass es keine große Strafe gab. Pech für Kyle Just, der sich bei dieser Szene verletzte. Von unserer Seite gute Besserung an den Kanadier. Das Unterzahl überstanden wir schadlos. Die nächsten Wechsel waren geprägt von hartem Einsatz und Kampf um jeden Zentimeter auf beiden Seiten. Jakob Weber erhielt dann eine 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe für Check gegen die Bande. Hatte Virch noch Glück, nicht höher bestraft worden zu sein, schien diese Strafe ein wenig überzogen. Da ein Sonthofener den Check mit einem Faustkampf quittierte, spielten wir dann allerdings 4 – 4 weiter. Hier hatte Stephan Tramm die größte Chance auf den nächsten Treffer, aber es blieb zur Pause beim 2 – 0.

Zu Beginn des zweiten Drittels mussten wir dann noch die Strafe überstehen. Das klappte erst ganz gut. Aber genau 2 Sekunden nachdem wir wieder komplett waren, schlug der Puck doch zum 2 – 1 im Tor ein. Keke Roßberg hatte beim Nachschuss in der 23. Minute keine Chance. Das Spiel bleib spannend. Ian Farrell hatte im Powerplay die große Chance. Er verzog knapp. Auf der anderen Seite rettete Roßberg. Dann waren wieder die Gäste in Überzahl. Und sie trafen in der 31. Minute zum Ausgleich. Jetzt kam die stärkste Phase der Bulls und die Nervosität bei unserem Team. Man merkte dem Team an, dass der Druck im ersten Heimspiel einer Playoffserie groß ist. Leider wurde das noch verstärkt. Mit der nächsten Strafe gab es den nächsten Gegentreffer. In der 36. Minute schossen sich die Gäste in Führung. Mit diesem 2 – 3 ging es in die Kabinen.

Das letzte Drittel war Playoffeishockey pur. Beide Seiten versuchten, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Schön anzusehen war es sicherlich nicht. Aber die Spannung blieb. Erstmals wieder erlöst wurden die IceFighters und ihre Anhänger in der 49. Minute durch Dominik Patocka. Er traf im Nachschuss zum 3 – 3 Ausgleich. Im weiteren Verlauf neutralisierten sich beide Mannschaften weiter gut. Schüsse gab es schon noch, aber große Chancen blieben weitestgehend aus. Man merkte den Teams an, dass sie sich bewusst waren, dass der nächste Fehler und damit der nächste Treffer das Spiel entscheiden würden. Und so sollte es auch kommen. Denn es ging in die Verlängerung. Entgegen der normalen Meisterschaft spielten wir 5 gegen 5 weiter. Und es wurde eine Geduldsprobe. Die ganz große Möglichkeit gab es im Powerplay. Doch der Puck wollte nicht ins Tor. Dann hatten wir Glück, dass die Gäste zwei gute Chancen verpassten. In der 71. Minute der Verlängerung war es dann endlich so weit. Marvin Miethke passte auf Ian Farrell, der schoss aufs Tor und Niklas Hildebrand verwertete den Nachschuss. Das Spiel 1 der Serie war entschieden. Unsere EXA IceFighters gewinnen daheim mit 4 – 3 nach Verlängerung. Weiter geht es schon morgen Abend um 18 Uhr.