MIT DEM RÜCKEN ZUR WAND

Gestern Abend verließen viele Fans das Zelt mit durchaus gemischten Gefühlen. Die Niederlage von 2 – 5 der EXA IceFighters gegen Sonthofen tat weh. Aber schlimmer war noch, dass man dem eigenen Team keinen großen Vorwurf machen konnte. Sie haben alles gegeben.

Gleich zu Beginn lief es unrund. Sonthofen bekam eine Überzahlmöglichkeit erst 5 gegen 4 und dann auch noch 5 gegen 3. Aber unsere Mannschaft überstand diese brenzlige Situation. Dann fingen wir uns und hatten mehr Spielanteile und Chancen. Aber spätestens beim Gästekeeper war Schluss. Mit 0 – 0 ging es in die Pause.

Das zweite Drittel startete mit einer Powerplaychance. Aber wir machten das in diesem Fall zu kompliziert. Kapitän Florian Eichelkraut zeigte dann in der 25. Minute, wie es gehen kann. Über Leo Zink und Erek Virch kam der Puck zu ihm und er traf trocken zum 1 – 0. Der wichtige erste Treffer? Das Tor, das alles beruhigt? Nein, denn nur 24 Sekunden später gelang den Gästen der Ausgleich. Daran hatten die IceFighters erst einmal zu knabbern. Vor allem, weil es in der 30. Minute noch übler wurde. Im Powerplay traf Sonthofen zum 2 – 1 Führungstreffer. Jeder Protest, dass Keke Roßberg im Tor klar behindert wurde, prallte am überheblich auftretenden Schiedsrichter ab. Chancen zum Ausgleich gab es danach noch genug. Allein die Genauigkeit oder die Abgeklärtheit fehlten.

Die letzten 20 Minuten sind schnell erzählt. Sonthofen trifft bei angezeigter Strafe zum 3 – 1. Leipzig rennt an und rennt an. Aber die Mannschaft verzweifelt an ihrer Chancenverwertung. Coach Sven Gerike versuchte nochmal alles auf eine Karte zu setzen und nahm Roßberg zugunsten des 6. Feldspielers vom Eis. So fielen die Tore 4 und 5 der Gäste. Den zweiten Treffer der EXA IceFighters ordnen wir in die Kategorie „Ergebniskosmetik“ ein. Jetzt steht das Team der Eiskämpfer am Freitag in Sonthofen mit dem Rücken zur Wand. Soll die Serie weiter gehen und soll es am Sonntag noch ein Heimspiel geben, dann muss ein Sieg her.