Gestern Abend verabschiedeten sich unsere EXA IceFighters mit einem starken Auftritt in die Länderspielpause. Die Füchse aus Duisburg wurden mit 6 – 2 auf die Heimreise geschickt. Die Specialteams machten dabei den großen Unterschied. 4 Mal war unser Powerplay erfolgreich. Und in Unterzahl brannte auch nichts an. Gut 1400 Zuschauer sahen eine Begegnung, in der sich unser Team von Drittel zu Drittel steigerte und am Ende hochverdient als Sieger das Eis verließ.

Dabei kamen die Gäste gut in die Partie. Mit dem 4 – 1 Heimsieg gegen Ligaprimus Tilburg im Rücken starteten sie druckvoll und engagiert. Sam Verelst hatte die erste große Chance. Keke Roßberg blieb cool. Dann die 5. Minute. Unser Powerplay war das erste Mal gefordert und lieferte ab. Michal Velecky passte auf Antti Paavilainen und der Finne zog mit dem Hammer von der blauen Linie ab. Nach kurzem Aufwind kam dann gleich die kalte Dusche. In der 8. Minute glich Duisburg durch ihren Torjäger Pisarik aus. Und in der 11. Minute der Schock. Duisburg erzielte das zweite Tor. Dabei hatten sie allerdings Glück, dass die Scheibe vom Schlittschuh unseres Verteidigers unglücklich abprallte und hinter Keke im Tor landete. Jetzt war es kurz still im Zirkus. Die Moral der Mannschaft war gefragt. Und die Eiskämpfer zeigen sich in den letzten Wochen gefestigter. Hubert Berger hatte bei angezeigter Strafe für die Füchse die große Chance, aber Basti Staudt im Tor der Gäste blieb Sieger. Also wieder Powerplay. „Was einmal ging, das geht nochmal“ sagten sich die IceFighters. Velecky auf Paavilainen – Ausgleich. Der Finne wieder mit dem trockenen Schuss und dem wichtigen Tor. Die nächsten Minuten gehörten unserem Team. Leider klappte es nicht noch ein Tor zu erzielen und so ging es mit dem 2 – 2 Zwischenstand in die erste Pause.

In der Kabine schienen die Eiskämpfer nochmal die Energietanks aufgeladen zu haben, denn ab dem zweiten Drittel waren sie den Gästen läuferisch überlegen. Aggressiver in der eigenen Zone, energischer im Forechecking. So wurde das Spiel immer mehr auf unsere Seite gezogen. In der 25. Minute gab es dann das erste Powerplay für die Füchse. Aber unsere Penaltykilling – Experten machten ihre Arbeit stark. Es gelang Duisburg nicht, einen Treffer zu erzielen. Kurz danach hatte Kenneth Hirsch die Chance auf sein erstes Tor. Aber er verzog knapp. Als nächstes war Hubert Berger dran. Aber ihm versprang der Puck. Jetzt musste sich das Team doch endlich belohnen. Und so kam es auch. Florian Eichelkraut und Michal Velecky behaupteten immer wieder die Scheibe und dann sprang sie genau vor die Kelle von Dimitri Komnik, der keine Mühe hatte das 3 – 2 in der 32. Minute zu erzielen. Der Rest des Drittels ist schnell erzählt. Wir drückten weiter aufs Tempo und hatten die besseren Chancen. Die Füchse lieben dennoch gefährlich. Aber Keke Roßberg behielt die Ruhe. Bitter war, dass es zwei Sekunden vor der Pause noch eine sehr unnötige Strafe gegen unsere Mannschaft gab. Also ging es in Unterzahl in die letzten zwanzig Minuten.

Hier bewiesen die Unterzahlspezialisten wieder ihre Klasse. Duisburg gelang es nicht, Kapital aus der Powerplaychance zu schlagen. „Für diese Arbeit gibt es keine Scorerpunkte und keine öffentliche Aufmerksamkeit, aber wir wissen intern ganz genau, was das fürs Team bedeutet. Jeder Schuss der geblockt wird, jede Scheibe, die rausgebracht wird, alles gibt dem Team Energie“, fand Coach Sven Gerike nach dem Spiel lobende Worte für seine Jungs. Und mit dieser positiven Energie ging es weiter. In der 49. Minute hatten wir dann ein bisschen Glück. Der Schuss von Leon Lilik wurde von Patrick Fischer unhaltbar abgefälscht. Das 4 – 2 war der „Genickbruch“ für die Gäste. Ihr nächstes Powerplay verpuffte ungenutzt und bei 5 gegen 5 kamen sie auch nicht mehr zu nennenswerten Chancen. Die hatten unsere Mannen. Aber es dauerte bis zur 59. Minute, bis der Zirkus nochmal beben durfte. Esa Hofverberg, der wieder als Stürmer auflief und eine starke Partie bot, gelang bei 5 – 3 Überzahl das 5 – 2. Und weil es so schön war, traf 40 Sekunden später Kapitän Florian Eichelkraut auch noch zum 6 – 2. Natürlich in Überzahl. Der Rest war Party pur…

Gestern Abend kam es direkt zum Rückspiel gegen die TecArt Black Dragons aus Erfurt. Das Hinspiel hatten unsere EXA IceFighters ja am Mittwoch noch mit 5 – 4 entscheiden können. Aufgrund der hitzigen Schlussphase in der sich die Drachen deutlich benachteiligt sahen, brannten sie auf die Revanche. Gut 800 Zuschauer bekamen dann ein spannendes und intensives Spiel zu sehen.

Gleich in den ersten Wechseln war zu erkennen, dass die Erfurter im eigenen Stadion aggressiver auftreten wollten. Sie versuchten früh zu stören und jede Möglichkeit zum Abschluss zu suchen. Aber es waren unsere Jungs, die den ersten Erfolg verbuchen konnten. Hubert Berger traf in der 5. Minute zum 1 – 0. Danach wirkten die Hausherren ein wenig nervös. Unser Team konnte aber aus den resultierenden Chancen kein Kapital schlagen. Nachdem die erste Unterzahlsituation überstanden wurde, durften wir zum ersten Powerplay ran. Und das klappte perfekt. Niklas Hildebrand war im Nachschuss in der 14. Minute zum 2 – 0 erfolgreich. Richtig eng wurde es zum Ende des ersten Drittels. Zwei unnötige Strafen ließen die Dragons mit 5 – 3 Überzahl in das zweite Drittel gehen.

Aber diese brenzlige Situation konnte gemeistert werden. Ein Grund dafür war die starke Leistung der Unterzahlspezialisten und ein anderer, der in diesem Spiel sehr starke Keke Roßberg im Tor. In der 26. Minute gab es aber keine Abwehrchance mehr für ihn. Erfurt traf, erneut in Überzahl spielend, zum Anschluss. Überragend diesmal die Reaktion unseres Teams. Eine Minute später stellte Benjamin Kosianski den Zwei – Tore – Abstand wieder her. Auch wenn dieser Treffer ein wenig glücklich fiel, war er aufgrund der Spielanteile verdient. Esa Hofverberg, heute im Sturm aufgestellt und Antti Paavilainen hatten die größten Chancen. Bei eigener 5 – 3 Überzahl hätte man den Sack dann auch zumachen müssen, aber das gelang nicht.

So ging es mit 3 – 1 in das letzte Drittel. Erfurt versuchte noch einmal alles. Unsere Mannschaft blieb aber im Gegensatz zu anderen Spielen in der Defensive gut sortiert und ruhig. Selbst als den Hausherren der erneute Anschlusstreffer in der 48. Minute gelang, spürte man keine Nervosität. Marvin Miethke hatte dann nach feinem Zuspiel von Dimitri Komnik die Entscheidung auf der Kelle. Aber der Puck wollte nicht rein. So kam es wie es kommen musste – Erfurt nahm den Torhüter vom Eis. Aber ihnen gelang es nicht, an den tapfer kämpfenden IceFightern vorbei zu kommen. Stephan Tramm setzte dann dem Spiel die Krone auf, als er in der 60. Minute aus der eigenen Zone in das leere Tor der Hausherren traf. Mit diesem Sieg geht es nun am Sonntag gegen die Duisburger Füchse, die gestern mal eben Tilburg mit 4 – 1 auf die Heimreise geschickt haben. Es darf also wieder ein spannendes Spiel im Kohlrabizirkus erwartet werden!

Schon gestern Abend traten unsere EXA IceFighters erneut in der Oberliga Nord an. Gegner war diesmal der ECC Preussen Berlin. Durch die defekte Decke des Berliner Eisstadions und die schlechte Wetterprognose für Sonntag war das Spiel zeitlich und räumlich verlegt. Wir spielten in Wedding, in der Erika-Hess-Eissporthalle. Eine besondere Belastung also, direkt nacheinander zwei Spiele zu bestreiten. Nicht dabei waren der immer noch kranke Janik Langer, sowie Kenneth Hirsch, der den Chemnitz Crashers aushalf.

Das Spiel unseres Teams war schwer zu beschreiben. Wir wirkten angeschlagen von der Freitagbegegnung. Die Laufarbeit und der Wille waren deutlich zu erkennen. Aber teilweise hervorragend herausgespielten Chancen und Toren folgten oft katastrophale Fehler im Aufbau oder Unsicherheiten im Abschluss. Dass das Spiel trotzdem mit 7 – 3 gewonnen werden konnte, war redlich verdient und gut für die Leipziger Eishockeyseele. Im ersten Drittel passierte bis zur ersten Strafe gegen Erek Virch nicht viel. In dieser Unterzahl klingelte es dann auch gleich. Allerdings im Berliner Tor. Hubert Berger erzielte auf Vorarbeit von Patrick Fischer den Führungstreffer. Und auch in der nächsten Unterzahlsituation hätten die Eiskämpfer treffen können. Die Preussen waren seltsam sorglos beim Powerplay. Zum Ende des ersten Abschnitts stand Eric Hoffmann ein paar Mal im Mittelpunkt, als die Gastgeber einige, manchmal von uns vorbereitete Hochkaräter, liegen ließen. Mit der 1 – 0 Führung ging es in die Pause.

Direkt zu Beginn des zweiten Drittels kassierten die Berliner eine 5 Minuten Strafe wegen Kniechecks. Und kurz darauf auch noch eine weitere 2 Minuten Strafe. Diese Situation ließen unsere Jungs sich nicht entgehen. Erst traf Niklas Hildebrand in der 27. Minute zum 2 – 0, herrlich herausgespielt über Florian Eichelkraut und Esa Hofverberg und dann traf Hubert Berger, nach schönem Pass von Alexander Seifert, in der 30. Minute jeweils im Powerplay. In der 31. Minute waren die Hausherren dran. Sie verkürzten auf 1 – 3. Aber in der 34. Minute fiel die Vorentscheidung. Und die war kurios. Nach einem Zusammenprall zweier Preussen liefen wir mit sage und schreibe 4 Spielern alleine auf Preussenkeeper Erik Reukauf zu. Michal Velecky machte das ganz abgeklärt. Nochmal Niklas Hildebrand in der 39. Minute sorgte für den 5 – 1 Pausenstand.

Das letzte Drittel begann dann wieder gut für das Team. Man merkte der Mannschaft von Kapitän Florian Eichelkraut nicht an, dass sie noch am Vorabend gegen Herne Schwerstarbeit zu verrichten hatten. Benjamin Kosianski gelang dann in der 47. Minute sein erstes Tor für die EXA IceFighters. Und er legte sogar nochmal nach. Bei seinem zweiten Treffer in der 48. Minute war richtig Stimmung auf der IceFighters Bank. Die Scheibe lief von einem Mitspieler zum nächsten, ohne dass die Gastgeber hätten eingreifen können und am Ende wurde Benjamin Kosianski so freigespielt, dass er die Scheibe nur noch in das leere Tor zu schießen brauchte. Dieses Tor war wirklich sehenswert. Danach schalteten wir leider einen Gang zurück und kassierten nochmal zwei unnötige Gegentore. Das konnte die gute Laune am Ende über den Sieg nicht schmälern. Die Aufgabe der zwei Spiele an zwei Tagen war gemeistert. Fans und Mannschaft fuhren zufrieden nach Hause.

Gestern gab es bei unserem Halloween-Special einen echten Krimi zu sehen. Unsere EXA IceFighters gewann gegen die TecArt Black Dragons mit 5 – 4. Die letzten beiden Tore unseres Teams fielen erst in der Schlussminute. Bis dahin war es eine immer umkämpfte und spannende Partie, aber auch kein Leckerbissen für Eishockeyfeinschmecker. Unser Team hatte mehr vom Spiel, mehr Schüsse und Chancen, aber die Gäste waren stets gefährlich.

Das Spiel startete gut. Marvin Miethke hämmerte in der 4. Minute einen Direktschuss in den Giebel. Doch gleich eine Minute später glich Erfurt durch Maurice Keil im Nachschuss aus. Danach ging es munter weiter. Auch wenn sich beide Mannschaften oft zu Fehlern zwangen, die daraus resultierenden Chancen wurden zu wenig genutzt. Michal Velecky und Florian Eichelkraut hatten die sogenannten „Einhundertprozentigen“. Auf der anderen Seite hatten wir kurz vor dem Ende des Drittels Glück, als Erfurt Eric Hoffmann schon bezwungen hatte, der Puck aber am Pfosten landete. Danach allerdings spielten die Drachen einen Angriff eiskalt aus. Robin Sochan vollendete den Spielzug in der 19. Spielminute. Zu allem Überfluss bekamen wir in der 30. Minute auch noch eine Strafe und mussten das zweite Drittel somit in Unterzahl starten.

Marvin Miethke bekam dann während dieser Strafe selbst auch noch eine aufgebrummt, sodass wir 3 gegen 5 spielen mussten. Aber es gelang, diese Zeit zu überstehen. Wieder komplett war es dann auch Marvin, der mit seinem zweiten Treffer des Abends den Ausgleich in der 25. Spielminute erzielen konnte. Glück für uns dann in der 30. Minute, als erneut ein Schuss der Drachen den Weg durch Eric Hoffmann, aber nicht ins Tor fand. Das gelang dann Hubert Berger. In der 38. Minute konnte er aus dem Gewühl die Scheibe im Tor unterbringen. Mit 3 – 2 ging es wieder in die Kabinen.

Das letzte Drittel sollte es dann in sich haben. Unser Team besiegte sich beinahe selbst. Das in den letzten Wochen hervorragende Powerplay wollte nicht funktionieren und in Unterzahl war man auch nachlässig. Erst rettete Eric Hoffmann noch den knappen Vorsprung, aber der Eindruck blieb. Zwei blitzsaubere Tore der Gäste waren die Folge. In der 43. Und der 44. Minute gelang den Drachen der Ausgleich und in Überzahl der erneute Führungstreffer. Da war die Stimmung im Kohlrabizirkus kurz mal frostig. „Kämpfen und Siegen“ forderten die Fans. Aber sie mussten Geduld haben. Bis zur 60. Minute passierte nicht mehr viel. Die Eiskämpfer rannten immer wieder an, aber die Erfurter verteidigten stark. In der Schlussminute dann nahm Coach Sven Gerike eine Auszeit und den Torhüter vom Eis, um mit 6 Mann wenigstens noch den Ausgleich zu schaffen. Und das gelang auch. Allerdings mit etwas Glück. Der Passversuch von Antti Paavilainen endete abgefälscht durch einen Gegner im Tor der Drachen. 4 – 4 in der 60. Minute. Alle Anwesenden erwarteten jetzt die Overtime. Doch es kam anders. Antti Paavilainen versuchte es nochmal und es gab eine Strafe gegen den Erfurter Verteidiger. Gästecoach Fred Carroll war darüber so erbost, dass er dem Schiedsrichter hämisch Beifall klatschte. Dafür bekam er eine Bankstrafe. Die Riesenchance also bei 5 – 3 sogar noch den Sieg zu erringen. Und das klappte. Damian Schneider wurde freigespielt und traf zum 5 – 4 Sieg.

Gestern Abend war der nächste hochkarätige Gegner zu Gast im Kohlrabizirkus. Der Herner EV gehört speziell in der Offensive zu den Topmannschaften der Liga. Am Ende schafften es unsere IceFighters, einen Punkt zu gewinnen. In Overtime ging das Spiel mit 6 – 5 an die Gäste. Eigentlich ein respektables Ergebnis mit dem man leben kann? „Das Ergebnis ist die eine Seite. Die Jungs haben gekämpft und auch nach Rückschlägen die Moral bewiesen. Das ist in Ordnung. Aber die individuellen Fehler, die wir machen, die uns Woche für Woche Punkte kosten, das ist die andere Seite. Und damit kann man nicht einverstanden sein“, grollte Coach Sven Gerike nach dem Spiel. Dabei begann die Begegnung ordentlich.

Im ersten Drittel hatten die Gäste die ersten guten Möglichkeiten, aber Keke Roßberg war zur Stelle. Auf unserer Seite blieben Großchancen eher aus, bis Niklas Hildebrand in der 11. Minute den Puck aus spitzem Winkel unter die Latte hämmerte. Das 1 – 0 war der Dosenöffner. Danach hätte man im Powerplay nachlegen können, aber da lief heute im Gegensatz zu den letzten Spielen gar nichts zusammen. Trotzdem gewannen wir leicht die Oberhand und gingen dann in der 20. Minute auch noch mit 2 – 0 in Führung. Stephan Tramm setzte sich nach dem Bully durch und versenkte den Puck im Tor.

Das zweite Drittel zu beschreiben ist nicht so leicht. Es begann mit ein, zwei guten Chancen für unsere Mannschaft. Dann fiel in der 23. Minute wie aus dem Nichts das 2 – 1. Beim abgefälschten Schuss war Roßberg machtlos. Und gerade einmal 8 Sekunden später rappelte es wieder. Das Defensivverhalten einfach nicht ausreichend. Gleich in der nächsten Minute wieder was Positives. Dimitri Komnik traf zur 3 – 2 Führung. Gästecoach Albrecht wechselte daraufhin seinen Torhüter. Als Florian Eichelkraut in der 26. Minute eine Strafe bekam, nutzten das die Gäste eiskalt aus. Der Ausgleich zum 3 – 3 war schön herausgespielt. Und noch waren diese verrückten 3 Minuten nicht vorbei. Direkt im nächsten Wechsel gab es einen unnötigen Scheibenverlust und eine Strafe – meinte jeder Zuschauer. Und diese Strafe wäre auch berechtigt gewesen. Aber der Hauptschiedsrichter zeigte plötzlich Penalty an. Diese Entscheidung war nicht zu verstehen und noch viel weniger, was danach passierte. Nils Liesegang kam von der Bank und übernahm. Und bevor er den Strafschuss versenkte, bewegte er den Puck eindeutig entgegen der Laufrichtung. Das ist verboten. Trotzdem zählte der Treffer. Coach Sven Gerike nahm eine Auszeit um „sein Spieler wachzurütteln“, wie er später auf der Pressekonferenz erklärte. Es änderte aber am Ausgang dieses Drittels nichts mehr. Die Zuschauer bekamen dann noch einen Faustkampf zwischen Liesegang und Michal Velecky zu sehen, bevor es mit dem knappen Rückstand in die Kabine ging.

Das letzte Drittel war dann ein Spiegelbild des ganzen Spiels. Antti Paavilainen gelingt in der 46. Minute der 4 – 4 Ausgleich. Herne darf in der 50. Minute beinahe ungestört wieder mit 5 – 4 in Führung gehen. Eine Minute später glich Florian Eichelkraut erneut aus. Wieder 3 Tore in 5 Minuten. „Ein spannendes Spiel“ hatte Coach Sven Gerike vorher prophezeit. So hat er das aber wahrscheinlich nicht gemeint. Am Ende des Spiels dann die große Chance auf den Sieg. Zwei Minuten vor dem Ende bekamen die Gäste eine Strafe. Doch statt das zu nutzen, schafften wir es eine Strafe für einen Wechselfehler zu bekommen. „Dass so etwas passiert zeigt nur, dass wir nicht hundertprozentig fokussiert waren“, meinte Gerike nach dem Spiel und fügte hinzu: „Und dann kannst du gegen so eine Mannschaft nicht gewinnen.“ In der Verlängerung erzielten die Herner dann kurz nach dem Ende ihres Powerplays den Siegtreffer. Die Leipziger Fans feierten trotzdem lautstark ihre Mannschaft für die gute Moral.