Das gestrige Spiel bei den Wohnbau Moskitos aus Essen lief sehr schlecht für unsere EXA IceFighters. Nach nicht einmal 3 Minuten stand es bereits 3 – 0 für eiskalte Hausherren. Am Ende siegten die Moskitos verdient mit 6 – 0. Unsere Mannschaft machte sich mit vielen Fragen im Gepäck auf den Rückweg. Der Reihe nach:

Das Spiel hatte gerade begonnen, da versprang Patrick Raaf-Effertz der Puck und Essens neuer Ausländer ließ Keke Roßberg bei seinem Alleingang keine Chance. 0 – 1 nach gerade einmal 25 Sekunden. Und es kam noch schlimmer. Leon Lilik bekam eine Strafe und in Unterzahl kassierten unsere IceFighters direkt das zweite Gegentor. Gerade einmal 2:15 waren da gespielt. Keke Roßberg hatte Pech, dass die Scheibe vom eigenen Mann abgefälscht hinter ihm ins Tor fiel. Damit nicht genug. 30 Sekunden später parierte er einen Schuss aber den Rebound bekamen die Hausherren, die wacher wirkten. Quasi mit der dritten Chance stellten die Moskitos bei 2:45 auf 3 – 0. Coach Sven Gerike nahm eine Auszeit. Die schien erst einmal nicht viel zu bringen. Essen weiter wie die Feuerwehr und die Leipziger in der Defensive immer wieder mit großen Problemen. Alex Seifert hatte dann die große Chance auf den ersten Treffer, aber sein Versuch beim Alleingang war zu harmlos. Wie man das besser macht, zeigten die Moskitos. In der 14. Minute erhöhten sie auf 4 – 0.

Zum zweiten Drittel wechselte Coach Sven Gerike Keke Roßberg aus und brachte Mark Arnsperger. „An Keke lag es am wenigsten. Das war erstens die Absicht ihn zu schützen und zweitens vielleicht dem Team noch einmal einen Ruck zu geben“, erklärte Gerike nach dem Spiel. Aber das half erst einmal wenig. In der 25. Minute hämmerte Nicholas Miglio mit seinem dritten Treffer den Puck direkt in den Winkel. Die IceFighters versuchten zwar nach Leibeskräften, irgendwie in die Begegnung zu finden, aber es sollte nicht gelingen. „Jeder der einmal Sport getrieben hat, kennt diese Situation. Die Seite, für die es gerade läuft, die bekommt auch noch Aufwind und man fliegt förmlich. Die andere Seite hat gefühlt einen 10 Kilo schweren Stein am Bein hängen“, beschrieb Gerike die Situation. Ein weiteres Überzahltor der Hausherren in der 29. Minute zum 6 – 0 war die letzte große Aufregung im Spiel.

Es folgten noch zwei Faustkämpfe zum Ende des zweiten und Ende des dritten Drittels. Der Rest war schnell beschrieben. Essen verteidigte stark. Unsere Mannschaft fand keine Mittel um offensiv produzieren zu können. Die Moskitos spielten das im letzten Drittel souverän runter. Unserer Mannschaft konnte man zugute halten, dass sie bis zuletzt versuchten, Eishockey zu spielen und sich nicht komplett aufgaben. Unser Coach meinte dazu nach dem Spiel: „Das ist sicherlich ein schwacher Trost. Aber wenn man irgendwas Positives nennen will, dann wird es dieser Punkt sein. Nach dem katastrophalen Start, versuchten die Jungs trotzdem zu arbeiten. Natürlich sind wir alle enttäuscht. Du kannst in Essen, speziell in der derzeitigen Situation und mit den Unterschieden in den Kadern verlieren. Aber wenn du zum ersten Drittel nicht bereit bist, dann hast du verloren, bevor das Spiel überhaupt begonnen hat. Wir müssen die Woche hart arbeiten und gemeinsam da raus kommen. Dass wir das können, uns aus solchen Situationen zu befreien, das haben wir schon gezeigt. Jetzt gilt es das erneut unter Beweis zu stellen und damit all die Fragen, die jetzt logischerweise auftauchen, zu beantworten.“

Das morgige Heimspiel gegen die Harzer Falken wurde aufgrund der noch ausstehenden Tribünengenehmigung auf den 19.12. um 19.30 Uhr verlegt. Das nächste Heimspiel im Kohlrabizirkus findet am 14.12. um 20.00 Uhr statt!

Nach dem Ende des gestrigen Spiels zwischen unseren EXA IceFighters Leipzig und den Hannover Scorpions waren sich beide Trainer einig. „Wir haben ein hochklassiges, schnelles und intensives Spiel gesehen, das wir am Ende für und entscheiden konnten, weil wir die Tore gemacht haben“, befand Gästecoach Dieter Reiss. IceFighters-Coach Sven Gerike war ein wenig ausführlicher: „Es macht überhaupt keinen Spaß zu verlieren. Weder den Fans, dem Umfeld, den Spielern noch mir. Das ist klar. Aber es hat Spaß gemacht, meine Mannschaft spielen und fighten zu sehen an diesem Wochenende. Auch wenn der Gedanke einem nicht so sehr gefällt, müssen wir diese Saison akzeptieren, dass es Gegner geben wird, die wir nur schlagen, wenn alles zu unseren Gunsten läuft. Das war heute nicht der Fall. Solange die Mannschaft aber so arbeitet, werden sich auch die Erfolgserlebnisse wieder einstellen und wir die Punkte holen, die wir brauchen um am Ende die Playoffs zu schaffen – das ist, war und bleibt unser Ziel!“

Das gestrige Spiel begann sehr ordentlich. Die Gäste kamen mit viel Energie in das erste Drittel und versuchten offensiv zum Erfolg zu kommen. Dabei ging es auch körperlich gut zur Sache, ohne dabei unfair zu werden. Der Höhepunkt war gleich in der 9. Minute ein Faustkampf zwischen Erek Virch und Mathew Wilkins, der beiden Spielern eine längere Verschnaufpause einbrachte. In Unterzahl gab es dann erst einmal nichts zu holen für die Gäste. Mark Arnsperger, der sein Heimspieldebüt geben durfte, blieb Herr der Lage. Auf der anderen Seite bissen sich seine Vorderleute in die Begegnung rein und kamen zu ersten guten Chancen. Doch auch der Gästekeeper Christoph Mathis war stark. Die größte Chance hatte Alexander Seifert, der von Antti Paavilainen bedient, leider knapp scheiterte. So ging es mit dem gerechten 0 – 0 in die Pause.

Im zweiten Drittel waren es auch unsere Mannen, die die größeren Chancen und auch mehr Schüsse aufs Tor hatten. Aber ein Problem zieht sich jetzt schon eine Weile durch unsere Spiele. „Wir brauchen zu viele Chancen. Der letzte Pass ist nicht genau, der Schuss nicht platziert genug – irgendwas fehlt oft im Abschluss. Daran müssen wir weiter arbeiten. Gut ist, dass wir diese Chancen aber immer wieder herausspielen“, sagte unser Coach. So zum Beispiel Hubert Berger, der herrlich bedient, ganz allein auf das Gästetor zulief und scheiterte. Besser machten es die Scorpions. Mit einem abgefälschten Schuss überwanden sie Mark Anrsperger zum ersten Mal in der 25. Minute. In der 34. Minute gelang ihnen das dann noch einmal. Doch dem 2 – 0 der Gäste ging ein klares Foul voraus, sodass die Stimmung auf den Rängen natürlich entsprechend aufgeheizt wurde. Ebenso, als ein klares Tor von Antti Paavilainen nicht gegeben wurde. „Der Schiedsrichter meinte, dass Antti hätte bremsen müssen, bevor er mit dem Gästekeeper kollidierte. Dass er aber vom größeren und schwereren Verteidiger strafwürdig gefoult wurde, also gar nichts dafür konnte, wollte er nicht gesehen haben“, erklärte unser Coach nach dem Spiel. Aber die Eiskämpfer gaben nicht auf und wurden dann auch endlich belohnt. Antti Paavilainen traf in der 38. Minute zum 1 – 2 hochverdienten Anschluss und Pausenstand.

Das letzte Drittel begann mit einer fragwürdigen Strafe gegen Florian Eichelkraut. Doch das Penaltykilling war wieder einmal sehr stark. Außerdem machte Mark Arnsperger seine Sache auch wieder wirklich gut – bis zur 48. Minute. Da unterlief ihm leider ein Fehler und die Gäste führten plötzlich aus dem Nichts mit 3 – 1. Und als ob das nicht genug war, bekam Antti Paavilainen eine weitere diskutable Strafe. Dieses Powerplay nutzten die Skorpione zum 4 – 1 Zwischenstand. Wer nun dachte, dass die EXA IceFighters einbrechen würden, sah sich getäuscht. Sie kämpften und spielten weiter und hatten durchaus Chancen. Im einzigen Powerplay des Abends traf Antti Paavilainen dann zum 2 – 4 in der 53. Minute. Geht da vielleicht noch einmal was? Leider nicht mehr. Chancen hätte es noch gegeben, wie zum Beispiel bei Niklas Hildebrands Versuch, nach herrlicher Vorarbeit von Esa Hofverberg, aber die Scheibe wollte einfach nicht mehr ins Tor. Coach Sven Gerike nahm noch den Torhüter zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis, aber es trafen nur noch einmal die Scorpions in der 59. Minute. So endete das Spiel mit 2 – 5 aus Sicht unserer IceFighters.

Nein, es war nicht der Tag unserer EXA IceFighters. Dabei war alles angerichtet für einen perfekten Derbyabend, den ersten der Geschichte im Kohlrabizirkus. Seit Wochen ausverkauft, mit Spannung erwartet, angeheizt durch beide Fanlager und Differenzen zwischen beiden Organisationen im Vorfeld, versprach das Derby an die „guten alten Zeiten“ anzuknüpfen.

Doch speziell im ersten Drittel war davon nicht viel zu sehen. Beide Mannschaften neutralisierten sich zumeist. Dabei wirkten unsere Mannen ungewohnt nervös. „Da kam kein Pass an, wir haben zu lange gebraucht, um umzuschalten und uns gegenseitig im Weg gestanden – das war gar nichts“ befand Coach Sven Gerike auf der abschließenden Pressekonferenz. In den ersten beiden Powerplaysituationen nach 6 und nach 10 Minute passierte so gut wie nichts. In der 19. Minute ließen wir dann zu viel Platz und waren nicht nah genug am Gegner. Und Jannik Striepeke nutzte das eiskalt aus. So ging es mit 0 – 1 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel stiegen dann das Tempo und die Intensität. Gleich in der 25. Minute gab es aber erst einmal die nächste kalte Dusche. Max Schaludek erhöhte auf 2 – 0 für die Gäste. Danach, auch bedingt durch viele Strafen auf beiden Seiten, blieb das Spiel zerfahren und unrhythmisch. Dabei war es bezeichnend, dass wir in Unterzahl bessere Chancen hatten ein Tor zu erzielen, als bei 5 gegen 5 bis dahin. Dimitri Komnik fasste sich ein Herz und setzte sich sehenswert durch. Leider fehlte der passende Abschluss. Auch 3 gegen 5 überstanden unsere Eiskämpfer und damit ging gefühlt auch ein Ruck durch die Mannschaft. Die ganz große Erleichterung ließ aber bis zur 39. Minute auf sich warten. Michal Velecky erzielte im Powerplay endlich das erste Tor für die IceFighters an diesem Abend. Mit 1 – 2 und gestiegener Hoffnung ging es in die zweite Pause.

Für den ersten Aufreger im Schlussabschnitt sorgten die Gäste mit einer Riesenchance, die Keke Roßberg aber entschärfen konnte. Für Stimmung sorgte dann eine Boxeinlage zwischen Leon Lilik und Jannik Striepeke. Danach hatte unsere Mannschaft das Zepter wieder in der Hand. Allerdings ohne dabei wirklich durchschlagskräftig genug zu sein. „Bei 5 gegen 5 war das heute absolut zu wenig. Da muss mehr kommen“, zeigte sich Gerike unzufrieden. Trotzdem gelang in der 49. Minute der verdiente Ausgleich. Nach ausgesprochener Strafe gegen Halle nahmen die Hausherren eine Auszeit, um der Topreihe noch eine Verschnaufpause zu gönnen. Und das klappte perfekt. Michal Velecky traf zum zweiten Mal und erneut in Überzahl. Jetzt war die Stimmung endlich sehr gut und der Zirkus bebte. „In dieser Phase müssen wir dann das dritte Tor nachlegen. Aber das ist uns nicht gelungen“ sagte der enttäuschte Coach. Eine Strafe gegen Marvin Miethke nahm ein wenig den Schwung weg. Das Penaltykilling war aber wieder stark und blieb an diesem Abend fehlerfrei. Ganz im Gegensatz zur 58. Minute. Hier sorgte erneut eine Unachtsamkeit für die Entscheidung zugunsten der Gäste. Jannik Striepeke war es, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend für Stimmung im Gästeblock sorgte. Natürlich versuchte unser Coach noch einmal alles und nahm den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Leider ohne Erfolg. Halle traf durch Nathan Robinson ins leere Tor und gewann das Derby am Ende mit 4 – 2. Für unser Team heißt es jetzt volle Konzentration und gute Vorbereitung für das nächste Wochenende. Niemand geringeres als das Führungsduo der Liga wartet auf das junge Team. Am Freitag sind die Tilburg Trappers und am Sonntag daheim die Hannover Scorpions die nächsten schweren Aufgaben.

Gestern Abend gastierten unsere EXA IceFighters Leipzig in Tilburg bei den Trappers. Der amtierende Meister und wiederholte Tabellenführer der Oberliga Nord war an diesem Abend eine Nummer zu groß für unser Team und gewann am Ende deutlich mit 7 – 3. Trotz der 7 Gegentore zeigte Mark Arnsperger bei seinem Debüt im Tor eine starke Leistung. Ebenfalls hervorzuheben auf unserer Seite war Viktor Braun, der nicht nur seinen ersten Treffer im Trikot der IceFighters erzielte, sondern gleich mal ein Doppelpack schnürte.

Und so begann alles. Unsere Mannschaft versuchte gerade in den ersten Minuten die Trappers zu überraschen und machte mit gutem Forecheck aggressiv Druck auf die Hausherren. Und das war in der 3. Minute gleich erfolgreich. Wenn auch ein wenig glücklich, da der Puck vom Hauptschiedsrichter abgefälscht wurde. Aber danach behielten Patrick Fischer und Niklas Hildebrand die Übersicht und spielten Viktor Braun frei, der keine Mühe hatte, sein erstes Tor zu erzielen. Auch in den folgenden Wechseln sah man eine engagierte Leipziger Mannschaft. Pech hatten wir dann in der 5. Minute, als nach einer kleinen Unordnung der Puck von der blauen Linie durch Freund und Feind hindurch den Weg ins Tor fand. Der Ausgleich war so etwas wie der Weckruf für die Holländer. Fortan versuchten sie das Tempo und das Spiel zu bestimmen. Aber unsere Eiskämpfer hielten in dem intensiv aber fair geführten Spiel gut dagegen. Trotzdem trafen in der 17. Minute die Hausherren zur 2 – 1 Führung. Das war auch zeitgleich der Pausenstand.

Das zweite Drittel begann wieder gut. Die Trappers blieben spielbestimmend, aber wir hatten mit schnellen Gegenstößen immer wieder Gelegenheiten, selbst zum Abschluss zu kommen. In der 25. Minute war es nach zwei unerlaubten Befreiungsschlägen und wiederholtem Anspiel in der Zone der Tilburger so weit. Viktor Braun traf zum zweiten Mal. Diesmal wurde er von Stephan Tramm und Patrick Fischer bedient. Der Jubel bei den mitgereisten Fans war groß. Tilburg brannte dann ein wahres Feuerwerk ab. Beeindruckend war dabei, dass die Mannschaft von Coach Bo Subr nicht den Kopf verlor, sondern schöne Kombinationen zeigte. Das war eines Tabellenführers würdig. Die Tore zum 2 – 3 und 2 – 4 aus unserer Sicht, in den Minuten 31 und 33, waren dann so etwas wie die Vorentscheidung. Beide Male war die Unordnung in der Defensive so groß, dass am Ende ein Holländer nur noch in das leere Tor schießen musste. Als Tilburg in Überzahl in der 35. Minute auch noch das 5. Tor erzielte, konnte man befürchten, dass unsere Truppe aufgeben würde. Aber das sollte nicht passieren. Hubert Berger traf in der 37. Minute zum 3 – 5 Pausenstand.

In der Drittelpause hatten beide Trainer den Defensivabteilungen wohl etwas mit auf den Weg gegeben. Denn im letzten Abschnitt kam es nicht mehr zu so vielen Schüssen und Chancen auf beiden Seiten. Unser Team versuchte noch einmal Druck aufzubauen und Torchancen zu kreieren. Aber Tilburg spielte das souverän runter. In der 46. Minute erzielten sie nach einem Turnover in unserer Zone noch das 6 – 3. Und zu allem Überfluss erhielten die Hausherren 10 Sekunden vor dem Ende noch einen Penalty und verwandelten diesen eiskalt zum 7 – 3 Endstand. „Vielleicht ist das Ergebnis am Ende ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen. Aber man muss einfach akzeptieren, dass Tilburg an diesem Abend verdient gewonnen hat. Willst du hier etwas holen müssen alle Spieler ihr bestes Eishockey spielen und selbst dann wird es schwer. Das ist uns aber nicht gelungen. Für einige Spieler war das ein gebrauchter Tag. Leider fielen die Gegentore zu leicht. Bei allem Kampf und der Laufbereitschaft, müssen wir das individuell in Zweikämpfen oder taktisch disziplinierter machen“, resümierte unser Coach Sven Gerike kurz nach dem Spiel. Die Chance dazu hat seine Mannschaft schon morgen beim nicht minder schweren Heimspiel gegen die Hannover Scorpions.

Der Start nach der Länderspielpause ging gründlich daneben. Die Krokodile aus Hamburg wurden ihrem Namen gerecht. Sie warteten ruhig auf ihre Chancen und bissen dann knallhart zu. Am Ende gewannen die Gäste mit 5 – 2 gegen unsere EXA IceFighters Leipzig.

Dabei lief der Beginn des Spiels ganz nach dem Geschmack der über 1500 Zuschauer. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Michal Velecky die Führung auf dem Schläger. Er scheiterte noch und auch Florian Eichelkrauts Nachschuss parierte der Gästetorhüter. Aber beim dritten Versuch innerhalb der ersten 20 Sekunden des Spiels war er dann machtlos. Florian Eichelkraut traf zum 1 – 0. Was für ein Start. Und es ging nahtlos weiter. Die IceFighters brannten ein richtiges Feuerwerk ab und erspielten sich eine Chance nach der anderen. Leider ohne zählbaren Erfolg. Michal Velecky traf den Pfosten. Benjamin Kosianski war nicht abgeklärt genug. Und bei allen anderen Chancen blieb Niklas Zoschke im Tor der Crocodiles Sieger. Und dann passierte, was nicht passieren sollte. Hamburg kam zu Konterchancen. Aber nicht nur das. Sie fuhren mit 2 Spielern alleine auf Eric Hoffmann zu, der in dieser Situation keine Chance hatte, den Ausgleich zu verhindern. Das 1 – 1 in der 19. Minute war gleichzeitig der Pausenstand.

Im zweiten Durchgang schienen die Hausherren erst einmal wieder das Heft kontrolliert in die Hand zu nehmen. Erek Virch traf in der 25. Minute zum 2 – 1 in Überzahl. Es blieb dann bei einer optischen Überlegenheit, aber entweder versagten die Nerven oder wir spielten zu kompliziert und nicht geradlinig genug. Wie das geht, zeigten die Gäste. Puckverlust an der Mittellinie. Konter durch Brad McGowan – Ausgleich in der 29. Minute. Und weil das so schön war, machten die Hamburger in der 34. Minute das gleiche nochmal. Konter – McGowan alleine auf Eric Hoffmann zu – erstmalig die Führung für die Gäste. So ging es in das letzte Drittel.

Auch hier fanden die Eiskämpfer keinen Weg. Hamburg verteidigte gut und wartete geduldig. Und wir taten ihnen den Gefallen und machten immer mal wieder individuelle Fehler. So wie in der 46. Minute, als Josh Mitchell im Konter traf. „Zu all diesen taktischen Fehlern kamen dann noch Disziplinlosigkeiten dazu. Die Strafen, die wir dann genommen haben, waren ein Spiegelbild unseres Spiels. Da war nur noch Frust im Kopf. Und so kannst du nicht gewinnen. Wir müssen taktisch und persönlich diszipliniert spielen. Kämpfen und fighten müssen wir sowieso. Und das machen die Jungs auch. Aber der Rest muss auch stimmen“, sagte Coach Sven Gerike nach dem Spiel. Sein Team kassierte in der 53. Minute in Unterzahl noch das 2 – 5. Alle Bemühungen, auch die letzten 5 Minuten mit 6 Feldspielern zu spielen halfen nicht mehr. Die Hamburg Crocodiles fuhren mit 3 Punkten im Gepäck nach Hause.