Seit gestern ist es offiziell: Sven Gerike bleibt weiter Trainer des Eishockey-Oberligisten Exa IceFighters Leipzig. Der gebürtige Berliner verlängerte seinen Vertrag um gleich drei Jahre. Selbigen Zeitraum verbrachte der 41-Jährige bereits in der Messestadt. Der neue Kontrakt enthält verbesserte Konditionen und eine Ausstiegsklausel.

Wenn Gerike während der Vertragslaufzeit zu einem höherklassigen Verein wechselt, ist eine Ablösesumme an die IceFighters fällig. Deren Höhe wollte Geschäftsführer André Krüll nicht verrraten.

Chemie mit dem Team stimmt
Angebote von anderen Oberliga-Vereinen und aus der DEL2 hat(te) Gerike schon jetzt. Doch der Coach entschied sich für die Verlängerung in Leipzig – gleich aus mehreren Gründen. Immer wieder hatte er betont, dass er sich hier „sehr, sehr wohl fühlt“.

Zudem hat der Vater einer Tochter aus erster Ehe in Leipzig eine neue Partnerin gefunden. Schließlich spielt auch die Arbeit bei und mit den IceFighters eine Rolle. Die Chemie sowohl mit der Mannschaft als auch mit der Vereinsführung scheint zu stimmen.

„Ich freue mich, dass meine Arbeit respektiert wird. Was auch in Zeiten der Fall war, in denen es nicht ganz so rund lief. Unser Team hat eine gute Entwicklung in den letzten drei Jahren genommen“, sagte Sven Gerike. Er freue sich nun auf die nächsten Jahre: „Für die kommenden Spielzeiten haben wir Pläne und Ideen, wie wir uns weiter aufstellen und spielen wollen. Deshalb freue ich mich auf die Aufgabe und über das Vertrauen.“

"Der richtige Mann zur richtigen Zeit"
Für den Geschäftsführer Krüll stellte sich die Frage der Vertragsverlängerung zu keiner Zeit: „Sven ist die richtige Besetzung auf unserer Trainerposition, und ich bin sehr froh, dass wir ihn die nächsten drei Jahre in Leipzig halten können. Er leistet sehr gute Arbeit und ist bei uns genau der richtige Mann zur richtigen Zeit.“

Die Vertragsverlängerung schien schon lange beschlossene Sache. Doch Gerike zögerte mit der Unterschrift, wollte Sicherheit, was die Zukunft des Eishockeys in Leipzig, konkret die Frage der Spielstätte, betrifft. „Die Perspektive ist zwar noch immer nicht zu hundert Prozent klar. Doch er hat jetzt ein sehr gutes Gefühl und wir auch“, sagte Krüll.

Ziele erreicht
Die Unterstützung seitens der Kommune für einen Umzug in den Kohlrabizirkus scheint beschlossene Sache, zeitnah sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden. Diese Zuversicht war entscheidende Voraussetzung für die Vertragsverlängerung.

Der neue Kontrakt war nur logisch nach der Entwicklung der IceFighters seit dem Amtsantritt von Sven Gerike im Sommer 2015. Mit seinem Team erreichte er seither alle Ziele, dabei gelangen ihm zwei echte Coups: 2016 schaltete Leipzig in den Playoffs als Achter der Vorrunde des Ersten Duisburg aus. Und 2018 gelang Rang drei in der Hauptrunde und das Viertelfinale in den Playoffs.

So viel ist klar: Perspektivisch (Voraussetzung ist natürlich eine neue Spielstätte) wollen die IceFighters in der DEL2 spielen und Sven Gerike will/soll die IceFighters dahin führen. Auch wenn es bisher keiner so klar ausgesprochen hat: In den nächsten drei Jahren.

 

Ian Farrell wird nicht zu den IceFighters nach Leipzig zurückkehren. Farrells Studium in Kanada lässt keine weitere Eishockey-Saison zu. Der 24-jährige Stürmer spielte zwei Jahre für die Sachsen.

Ian selbst bedankt sich: „Wir hatten hier ein tolles Team und es war eine Freude in dieser besonderen Gruppe spielen zu dürfen - die zwei Jahre IceFighters waren die besten zwei Jahre Hockey meines Lebens! Ohne diese einzigartigen Fans wäre das nicht möglich gewesen. Leider werde ich nicht noch einmal zurück kommen können, aber ich danke den Fans und dem Team für diese wundervolle Zeit!“

Auf seine Bekanntgabe haben viele sicher gespannt gewartet. Denn obwohl Ian Farrell in der letzten Saison völlig unbekannt aus Kanada nach Deutschland kam, hat er sich zu einer echten Überraschung und einem zentralen Teil unseres Teams entwickelt. Deshalb stand auch schon gegen Ende der letzten Saison fest, dass Ian unbedingt bleiben soll und auch er wollte eine weitere Saison EXA IceFighters. Dass er trotzdem erst jetzt das Team komplettiert, hatte ganz andere Gründe. Aufgrund seines Studiums, welches er in Übersee bereits begonnen hatte, war lange unklar, ob sich das mit noch einem Jahr Eishockey in Deutschland vereinbaren lässt. Ian hatte von Anfang an unsere Unterstützung und hat regelrecht gekämpft, um das möglich zu machen. Nach viel hin und her dann vor wenigen Tagen erst die endgültige Aussage: es klappt – Ian bleibt!
Darüber ist vor allem Coach Sven Gerike erleichtert: „So etwas erlebt man wirklich selten. Ein Spieler, der aus dem Nichts so einen Stellenwert im Team und im Umfeld einnimmt. Ian ist ein wichtiger Baustein in unserem System. Flexibel einsetzbar und immer mit Leidenschaft bei der Sache. Solche Spieler sind sehr wertvoll für das Team! Unsere Geduld und Ians Hartnäckigkeit in den letzten Wochen und Monaten haben sich letztendlich gelohnt. Jetzt kann die Saison 2017/18 starten.“
Denn damit ist der Kader offiziell komplett und wir könnten loslegen! Auf geht’s!

In dieser Woche haben sich der ESC Wohnbau Moskitos Essen und die EXA IceFighters Leipzig auf einen Transfer-Deal zu Stürmer Niklas Hildebrand geeinigt.
Der 22-jährige hatte sich am Anfang der Saison für eine Ausbildung in Leipzig entschieden und wird ab sofort nun auch für unsere Messestadt auf Torejagd gehen. Wir bedanken uns bei unserem Hauptsponsor EXA online, die diesen Transfer mit ermöglicht haben.

Außerdem wünschen wir Niklas für seine Zeit bei den EXA IceFighters maximale Erfolge – bereits heute Abend wird er beim Derby in Halle im Trikot der IceFighters mit der Nummer 9 auflaufen. Wir freuen uns, dass du da bist!

Es ist nicht so, dass wir bisher noch keinen zweiten Torhüter auf der Liste hatten, aber ihr musstet euch auf dieser Position tatsächlich ziemlich gedulden. Der Name steht schon eine Weile fest, nur ein paar Konditionen wurden noch verhandelt. Denn der zweite Goalie für die kommende Spielzeit ist eigentlich bei einem anderen sächsischen Verein unter Vertrag: den Eispiraten Crimmitschau! Sein Name ist Mark Arnsperger, 17 Jahre jung und laut allen Offiziellen ein echtes Talent auf seiner Position. Er wird in dieser Saison per Förderlizenz an die EXA IceFighters ausgeliehen und ist somit sowohl in Crimmitschau als auch in Leipzig spielberechtigt. Trainieren wird er unter der Woche bei beiden Teams zu gleichen Teilen, Spielpraxis soll er jedoch bei den IceFighters sammeln und deshalb auch für uns spielen. „Wir kennen Mark seit zwei Jahren. Er hat schon bei uns trainiert und wir konnten ihn oft bei unserem Partner, den Chemnitz Crashers, beim Spiel beobachten. Als aktueller Nachwuchsnationalspieler brauchen wir über seine Qualitäten eh nicht diskutieren. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, sich auch im Senioren- bzw. Profieishockey seine Sporen zu verdienen. Wir sind uns sicher, mit Mark Arnsperger und Benny Roßberg zwei junge, aber sehr hungrige und talentierte Torhüter zu haben und freuen uns auf die Arbeit mit ihnen“ meint Coach Sven Gerike über diese verheißungsvolle Ausleihe und die Goalie-Besetzungen in dieser Saison.
Mark ist in Fürth geboren und hat trotz seiner jungen Jahre schon einige Stationen mitgenommen, darunter die Eisbären Juniors Berlin und die U18 Nationalmannschaft. Wir sind überzeugt davon, dass er deshalb einerseits für unser Team ein starker Rückhalt sein wird und er außerdem selbst von der Spielpraxis in seiner ersten Herrenmannschaft profitieren wird. Herzlich Willkommen in Leipzig, Mark Arnsperger!